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PlastikflaschenPlastikflaschen. Foto: Roman Piela

Abgefülltes Wasser und die Folgen für die Umwelt

Berlin (N-B) - Weltweit werden jede Minute 1 Millionen Plastikflaschen verbraucht. Dies wirft ein echtes Problem für die Umwelt auf. Dass Plastik biologisch nicht abgebaut werden kann, ist weithin bekannt. Doch die Wasser-Industrie gedeiht und zwei Milliarden Menschen leben ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Im Jahre 2010 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Recht auf Wasser als Menschenrecht anerkannt. Nicht nur sollten Menschen ein Recht darauf haben, die Umwelt verlangt es ebenfalls. Mit dem Zugang zu Trinkwasser aus dem Wasserhahn kann in der Tat der Planet gerettet werden – oder zumindest die Umwelt extrem geschützt werden. Sofern Menschen Leitungswasser trinken natürlich.

Der weltweite Konsum von abgefülltem Wasser in 2017 wird auf 391 Milliarden Liter geschätzt. Bis 2020 soll dieser nochmal drastisch auf 600 Milliarden Liter ansteigen. Ohne guten Grund, geben Menschen mit Zugang zu vollkommen klarem und kontrollierten Leitungswasser enorme Mengen an Geld für abgefülltes, verpacktes Wasser aus. Deutschland liegt mit einem Pro-Kopf-Konsum von 142 Litern weltweit auf Platz vier – nach Mexiko, Thailand und Italien. Viel Wasser trinken ist ja gut, es gibt nur ein Problem: die Plastikflasche.

Die Basis dieser Plastikflaschen ist PET – eine Material, das im Jahre 1973 für die Eindämmung von Getränken mit Kohlensäure patentiert wurde. Nathaniel Wyeth sah in PET das perfekte Material, mit dem man ein leicht zu transportierendes, praktisches und kostengünstiges Produkt anbieten zu können. Seitdem ist die Plastikflasche aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

In ein bisschen mehr als 10 Jahrzehnten hat es geschafft, das in Jahrtausenden entstandene Ökosystem zu gefährden. PET-Flaschen werden auf Erdölbasis hergestellt: 100ml Erdöl wird für eine 1l-Plastik-Flasche benötigt. Außerdem werden sowohl bei der Produktion, als auch beim Transport von der Quelle zum Hersteller und vom Hersteller in den heimischen Supermarkt CO2 ausgestoßen. Um die jährlichen CO2 Emissionen der weltweiten Produktion von PET-Flaschen auszugleichen, müssten wir eine Fläche 100x so groß wie das Saarland bepflanzen.

Auch die Entsorgung von Plastikflaschen stellt die Umwelt vor eine große Herausforderung. Zwar gibt es in Deutschland ein Pfandsystem, doch die Flut an Einwegflaschen ist damit nicht zu stoppen. Nur aus 25% der recycelten Flaschen werden neue Flaschen hergestellt. Außerdem landen Unmengen an Plastikflaschen in der Natur, vor allem in den Ozeanen. Zwischen Hawaii und dem amerikanischen Festland treibt eine Plastikinsel so groß wie Mitteleuropa.


Auch wenn Wasser aus Plastikflaschen praktisch scheint, Leitungswasser ist die nachhaltigere Alternative. Alles was wir damit Gutes für die Umwelt tun – und noch mehr Zusammenhänge rund um das irrsinnige Geschäft mit dem Wasser zeigt folgende Infografik.

 

Quelle: TradeMachines